
Umgang mit Fremden | Ein Thema, das uns alle bewegt
geschrieben von Ervina Mujcic
In den letzten Wochen haben wir immer wieder Meldungen gehört, dass Kinder von Fremden angesprochen oder sogar versucht werden,
zu locken – oft aus einem Auto heraus. Kurz darauf folgen dann manchmal Entwarnungen: Die Polizei spricht von Fehlalarm oder Missverständnissen.
Doch egal, ob echt oder nicht – das Thema „Umgang mit Fremden“ ist und bleibt ein Angstthema für Eltern. Und das völlig zu Recht.
Als Mutter weiß ich, wie sich solche Nachrichten anfühlen.
Schon beim Lesen taucht die Frage auf:
„Was wäre, wenn es mein Kind wäre?“
Deshalb sprechen wir in dieser Woche in allen FEARLESS Kids Selbstverteidigungskursen ganz bewusst nochmal über das Thema Sicherheit im Umgang mit Fremden.
Unser Ziel ist es, Kinder nicht ängstlich, sondern stark und selbstbewusst zu machen. Denn Angst schützt nicht – Wissen, Klarheit und Handlungsfähigkeit tun es.
Was besprechen wir mit den Kindern im Training?
1. Was bedeutet „fremd“ eigentlich?
Nicht jeder Mensch, den ein Kind nicht kennt, ist gefährlich. Aber Kinder müssen lernen, achtsam und aufmerksam zu sein – besonders auf dem Schulweg, am Spielplatz oder auf dem Weg zum Training.
2. Welche Tricks nutzen Fremde manchmal?
Wir sprechen mit den Kindern über typische Lockversuche, z. B.:
• „Deine Mama hat mich geschickt.“
• „Hilfst du mir kurz, meinen Hund zu suchen?“
• „Ich habe da was Cooles im Auto.“
Kinder lernen bei uns, solche Situationen zu erkennen und
sofort klar „NEIN“ zu sagen.
3. Wie kann ein Kind reagieren, wenn es angesprochen wird?
Mit einer selbstbewussten Körperhaltung, einem lauten „LASS MICH IN RUHE!“ und schnellem Weglaufen zu einer vertrauten Person oder einer Notinsel. Im Training üben wir genau das – spielerisch, aber mit klarem Ernst.
4. Was können Eltern tun, um ihre Kinder zu schützen?
• Sprecht regelmäßig mit euren Kindern über dieses Thema – ohne Angst zu machen.
• Vereinbart sichere Wege und Rettungsinseln (z. B. Geschäfte, Bäckereien).
• Führt ein Codewort ein, das nur Eltern und Kind kennen.
• Fragt nach dem Training, was euer Kind gelernt hat – das stärkt das Bewusstsein zusätzlich.
Unser Ziel bei FEARLESS Kids
Wir möchten, dass unsere Kinder wissen:
Sie dürfen auf ihr Bauchgefühl vertrauen.
Sie dürfen laut werden und „Nein“ sagen.
Sie dürfen weglaufen, wenn sich etwas nicht richtig anfühlt.
Und sie müssen nicht höflich bleiben, wenn sie sich unwohl fühlen.
Das Thema „Kinder und Fremde“ wird uns immer wieder begegnen. Denn jedes Gespräch, jede Übung und jede Wiederholung macht unsere Kinder mutiger, sicherer und furchtloser.
Gemeinsam sorgen wir dafür, dass sie selbstbewusst und sicher durchs Leben gehen.
FEARLESS KIDS
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Kinderkampfsport für Kinder ab 3 Jahren
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